Commerzbank will bis zu 6.000 Stellen streichen


Allein in Berlin könnten über 400 Filialmitarbeiter betroffen sein

Die Commerzbank hat bekannt gegeben, dass sie beabsichtigt, bis zum Jahr 2016 insgesamt zwischen 4.000 und 6.000 Stellen abzubauen. Das entspricht rund zehn Prozent der derzeit noch insgesamt etwa 56.000 Beschäftigten. Darüber berichtete die Tagesschau am 24.01.2013.

 

Ein Großteil der betroffenen Stellen ist im Bereich des Privatkundengeschäfts der Bank angesiedelt. Nach Einschätzung des Vorstands soll es gerade in den Filialen aufgrund der Fusion mit der Dresdner Bank erhebliche Personalüberhänge geben. Tatsächlich waren die Arbeitnehmer in den Vertriebsabteilungen in den vergangenen Jahren mit stetig steigenden Vertriebsvorgaben konfrontiert. Experten der Gewerkschaft ver.di führen darauf den enormen Krankenstand gerade unter Führungskräften und in den Filialen zurück. Die Commerzbank hat inzwischen ein eigenes Programm entwickelt, um der weiten Verbreitung des Burn-out-Syndroms  innerhalb des Hauses entgegen zu wirken.

 

Informierte Kreise rechnen damit, dass allein am Standort Berlin in den kommenden Jahren mindestens 400 Vollzeitarbeitskräfte (VZK) vom Wegfall ihres Arbeitsplatzes betroffen sein könnten. Die Verhandlungen der Bank mit dem Gesamtbetriebsrat über einen entsprechenden Sozialplan sollen noch in diesem Monat beginnen.