OLG Frankfurt: Abberufung des Personalchefs Ulrich Sieber durch Commerzbank AG unwirksam


Die Commerzbank AG hat heute nach langem Streit mit ihrem Personalchef Ulrich Sieber den Prozess in zweiter Instanz verloren. Die Beklagte Commerzbank AG hatte Ende 2013 ihren bis 2017 berufenen Personalchef abberufen. Begründung war der allgemeine Sparkurs und Stellenabbau, der auch zu einer Verschlankung der Führungsspitze zwingen würde.

Das OLG Frankfurt hat die von der Commerzbank eingelegte Berufung im wesentlichen zurückgewiesen. Ein Widerruf der Bestellung eines Vorstandsmitgliedes sei nur möglich, wenn eine Beschäftigung bis zum Berufungsende, für die Bank nicht zumutbar sein. Eine solche Unzumutbarkeit hat das OLG hier verneint. 

Gegen das Urteil kann noch mit der Nichtzulassungsbeschwerde vor dem BGH angefochten werden.


Quellen:

Urteil bei openjur AZ: 5 U 111/14

Berichterstattung von Spiegel-Online - Commerzbank schasst Personalvorstand zu Unrecht